Prominente unterstützen tamed
Anlässlich des 10-jährigen Bestehens von tamed wurde ein tanzmedizinisch wissenschaftliches Gremium, das "Kuratorium tamed e.V." gegründet. Die Mitglieder des Gremiums sind anerkannte Persönlichkeiten aus Tanz und Medizin. Sie schätzen die Arbeit von tamed und unterstützen die Tanzmedizin in Deutschland mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung.
Am Ende der Seite finden Sie ausführlichere Angaben zu den einzelnen Personen.
Reid Anderson, Ballettintendant des Stuttgarter Balletts
"Ich bin Mitglied bei tamed e.V., weil mir die Gesundheit meiner Tänzer/innen am Herzen liegt. Um die Spitzenleistungen erbringen zu können, die laufend von Tänzern gefordert werden, ist es wichtig, dass durch einen ständigen Informationsaustausch auf medizinischem Gebiet die neuesten Erkenntnisse in Bezug auf Vorbeugung und Behandlung zum Wohle der Tänzer in die Praxis umgesetzt werden können."
William Forsythe, Direktor der Forsythe Company, Frankfurt / Dresden
"Dance can and should be a physically and psychologically healthy practice. I fully support the diverse activities of tamed e.V., which aim to make it so."
Boni Rietveld, orthopädischer Chirurg für Tänzer- und Musikermedizin, Den Haag, Niederlande, Vorstand der Nederlandse Vereniging voor Dans- en Muziek Geneeskunde
"Mit voller Überzeugung schätze und unterstütze ich das Engagement, mit dem tamed die Tanzmedizin im deutschsprachigen Raum vorantreibt. Die regelmäßigen Symposien, das Zertifikat Tanzmedizin und das tamed Magazin sind nur ein kleiner Ausschnitt aus dem vielfältigen Angebot, das tamed für Tänzer, Tanzpädagogen, Choreografen, aber auch für spezialisierte Ärzte und Therapeuten auf dem Gebiet der Tanzmedizin bereithält. Tanz ist Hochleistungssport und Tänzer sollten auch als solche in der Gesellschaft ihren Platz finden. Dazu leistet tamed einen wichtigen Beitrag.”
Mavis Staines, Künstlerische Direktorin der National Ballet School of Canada, Toronto, langjährige künstlerische Direktorin Prix de Lausanne
„tamed vertritt meine tiefste Überzeugung, dass junge Tänzer während der Ausbildung in einer Lernatmosphäre groß werden sollten, die ihnen alle Möglichkeiten zur Entwicklung ihrer eigenen Tanztalente öffnet und sie gleichzeitig zu selbstbewussten, neugierigen und intelligenten Menschen heranreifen lässt. tamed unterstützt uns dabei auf dem schwierigen Weg der Balance zwischen langjähriger Tanztradition und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Arbeit von tamed steht unter dem Focus, die Lebensqualität der Tänzer zu verbessern und damit auch die Qualität ihrer Arbeit: den Tanz.”
Mehr zu den Kuratoriumsmitgliedern
-
Mehr zu Reid Anderson
-
Reid Anderson ist Intendant des Stuttgarter Balletts. Er kann auf eine lange Karriere in den unterschiedlichsten Bereichen des Tanzes zurückblicken: Als Tänzer, Lehrer, Coach, Produzent und Intendant. Mit 19 Jahren folgte Reid Anderson der Einladung des Choreografen und Direktors John Cranko und wurde Tänzer beim Stuttgarter Ballett. 1974 wurde er Solist, 1978 folgte die Ernennung zum Ersten Solisten.
Während seiner 17-jährigen Karriere beim Stuttgarter Ballett hat er mit führenden Choreografen des 20. Jahrhunderts zusammen gearbeitet, darunter John Cranko, Sir Kenneth MacMillan, Glen Tetley, John Neumeier, Jiri Kilian und William Forsythe. 1987 wurde er Künstlerischer Direktor des Ballet British Columbia. 1989 wurde er zum Künstlerischen Direktor des National Ballet of Canada ernannt, wo er bis 1996 blieb, um dann als Künstlerischer Direktor nach Stuttgart zurückzukehren. Während seiner ersten Spielzeit verjüngte er die Kompanie mit 21 neuen Tänzern, was den bekannten Tanzkritiker Horst Koegler dazu brachte, das „heutige Stuttgarter Ballett als das beste Stuttgarter Ballett der letzten fünfunddreißig Jahre“ zu titulieren.Seit über einem Jahrzehnt als Künstlerischer Direktor hat Anderson nicht nur die Erfolgsgeschichte des Stuttgarter Balletts weiter geschrieben, sondern sich auch einen Ruf als erfolgreicher Förderer junger Talente erarbeitet. Seit 1996 hat er die erfolgreichen Uraufführungen von mehr als 50 neuen Choreografien ermöglicht, darunter von zahlreichen Choreografen der neuen jungen Generation: Mauro Bigonzetti, David Bintley, Itzik Galili, Marco Goecke (seit 2005 Hauschoreograf), Wayne McGregor, Maximiliano Guerra, Matjash Mrozewski, Kevin O’Day, Uwe Scholz und Christian Spuck (seit 2001 Hauschoreograf). Das Repertoire der Truppe konnte Anderson durch einige Ballette weltbekannter Meister bereichern wie George Balanchine, William Forsythe, Frederick Ashton, Jerome Robbins und Hans von Manen.
Im Februar 2006 wurde Reid Anderson der Deutsche Tanzpreis 2006 verliehen in Anerkennung seines bedeutsamen Beitrags zur Entwicklung des klassischen Balletts in Deutschland. Im gleichen Jahr wurde er von den Lesern der anerkannten Tanzzeitschrift Dance Europe zum "Direktor des Jahres" gewählt
-
Mehr zu William Forsythe
-
Nach 30-jähriger künstlerischer Tätigkeit gilt William Forsythe weltweit als einer der renommiertesten Choreografen für zeitgenössischen Tanz. Seine Arbeiten haben das klassische Ballett neu definiert und in eine dynamische Kunstform des 21. Jahrhunderts geführt. Sein choreografisches Denken hat sich durch die Auseinandersetzung mit den international richtungsweisenden Kunstströmungen der Gegenwart ständig entwickelt und gleichzeitig zu ihnen beigetragen: von Performance und Bildender Kunst bis zur Architektur und interaktiven Multimedia-Arbeiten.
Aufgewachsen in New York, wo er auch den größten Teil seiner Ausbildung absolvierte, betrat Forsythe mit Anfang zwanzig als Tänzer und schließlich als Hauschoreograf des Stuttgarter Balletts die europäische Tanzszene. Darüber hinaus schuf er neue Werke für Ballettensembles in München, Den Haag, London, Basel, Berlin, Frankfurt am Main, Paris, New York und San Francisco. 1984 begann seine 20-jährige Arbeit als Direktor des Ballett Frankfurt.
Nach der Auflösung des Ballett Frankfurt im Jahr 2004 formierte Forsythe ein neues, unabhängiges Ensemble. Mit Unterstützung der Länder Sachsen und Hessen, der Städte Dresden und Frankfurt am Main sowie privater Sponsoren wurde The Forsythe Company GmbH gegründet. Forsythes jüngste Werke werden ausschließlich von dieser neuen Kompanie entwickelt und aufgeführt, während seine früheren Arbeiten einen zentralen Platz im Repertoire fast aller wichtigen Ballettensembles der Welt einnehmen, wie beispielsweise Kirov (Mariinsky) Ballett, New York City Ballet, San Francisco Ballet, National Ballet of Canada, Royal Ballet Covent Garden und Ballet de l’Opéra de Paris. The Forsythe Company hat ihre festen Spielstätten in Dresden und Frankfurt am Main und eine weitere künstlerische Heimat im Schauspielhaus Zürich. Dort wird sie jedes Jahr präsent sein und darüber hinaus internationale Gastspiele geben.
-
Mehr zu Dr. Boni Rietveld
-
Dr. Boni Rietveld ist orthopädischer Chirurg für Tänzer und Musiker. Er wurde in Rotterdam, Holland, geboren. Er studierte parallel Medizin und Musik (Trompete und Harfe). 1976 schloß er sein Musikstudium an der Koninklijk Conservatorium voor Muziek (Königliche Musikhochschule) in Den Haag mit dem Bachelor für Musik ab; 1978 sein Medizinstudium an der Universität von Leiden. In den 80-er Jahren hospitierte er bei William Hamilton M.D., Orthopäde des New York City Ballet, des American Ballet Theatre und der School of American Ballet in New York.
1988 wurde er zum betreuenden Orthopäden des Nederlands Dans Theater unter Jiří Kylián sowie der Tanzabteilung der Theaterschool von Amsterdam berufen. 1993 gründete er das neue Medisch Centrum voor Dansers en Musici (MCDM) in Den Haag und ist noch immer dessen Leiter. Es gelang ihm, die holländische Regierung von der Notwendigkeit einer spezifischen Betreuung für Tänzer und Musiker zu überzeugen, welche nun von allen holländischen Krankenversicherungen getragen wird. 2003 feierte das MCDM seinen 10. Geburtstag mit der Eröffnung neuer Praxisräume durch Ihre Königliche Hohheit Prinzessin Margriet der Nederlanden.
Dr. Rietveld ist sowohl als Arzt als auch als Wissenschaftler und Dozent in zahlreichen Bereichen der Performing Arts-Medizin aktiv. Von 2007 bis 2009 war er Präsident von IADMS, der International Association for Dance Medicine & Science. Er ist Mitbegründer und ehemaliges Vorstandsmitglied der Stichting Gezondheidszorg voor Dansers (SGD), Vorsitzender der Stichting Gezondheidszorg voor Musici (SGM) und Mitherausgeber des Journal for Dance-Medicine and Science (JDMS). Am 1. April 2005 gründete er die Nederlandse Vereniging voor Dans- en Muziek Geneeskunde (NVDMG), deren Vorstand er inne hat.
-
Mehr zu Mavis Staines
-
Mavis Staines ist seit 1989 künstlerische Direktorin der National Ballet School of Canada in Toronto. Bereits ihr Tanzstudium absolvierte sie an der National Ballet School in Toronto und wurde von dort an das National Ballet of Canada engagiert. Nach sechs Jahren wechselte sie zum Holländischen Nationalballett unter der Leitung von Rudi van Dantzig, wo sie schließlich nach einer Verletzung ihre aktive Tanzkarriere an den Nagel hängen musste. Für die Ausbildung zur Tanzpädagogin kehrte sie an die National Ballet School von Canada zurück, begann dort 1982 zu unterrrichten und wurde bereits nach acht Jahren zur künstlerischen Direktorin ernannt.
In und außerhalb der National Ballet School widmet Mavis Staines sich besonders der Verbesserung des Tanztrainings. Sie ist stets auf der Suche nach neuen Unterrichtsmethoden und -inhalten, die ihren Studenten helfen können, ihre Tanzkarriere und ihr Leben besser zu meistern. Von 2002 bis 2007 war sie Artistic President des Prix de Lausanne.
1998 gewann Staines den Toronto Arts Award für Performing Arts, im November 2006 wurde sie vom "Women’s Executive Network" als eine von Kanadas 100 mächtigsten Frauen nominiert.
Stand: 18.03.2010




